TeilnehmerInnen des Festivals 2019

Serhij Zhadan / Ukraine

*geboren am 23. August 1974 in Starobilsk, Oblast Luhansk) ist ein ukrainischer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer.

Seit 1991 gehört der Autor zahlreicher Lyrikbände zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiw, wo er auch heute lebt. Zhadan tritt außerdem als Organisator von Literatur- und Musik-Festivals in Erscheinung und verfasst Rocksong-Texte, die er selbst zur Musik der Band “Sobaky w kosmossi” spricht.

Serhij Zhadan wurde 2006 mit dem Hubert Burda Preis für junge Lyrik ausgezeichnet. Zhadan war Aktivist der Orangen Revolution.

Im Jahr 2014 wurde Zhadan für seinen Roman Die Erfindung des Jazz im Donbas (Originaltitel Woroschilowgrad, der sowjetische Name von Luhansk) mit dem Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde der Roman vom ukrainischen Dienst der BBC zum besten ukrainischen Buch des Jahrzehnts gewählt.

Am 17. Oktober 2015 wurde Zhadan mit dem begehrten Breslauer Angelus-Preis, der mitteleuropäischen Autoren verliehen wird, für seinen Roman Mesopotamien geehrt. Zwischen April 2014 und August 2015 war Zhadan mit seiner Band mehrfach in den Donbas gereist und hatte Konzerte gegeben und Hilfsgüter geliefert.

Die Übersetzung von Zhadans Roman Internat vom Ukrainischen ins Deutsche durch Sabine Stöhr und Juri Durkot wurde im März 2018 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie „Übersetzungen“ ausgezeichnet.

Foto Julia Weber